Der Name Schwitanski
Johann und Michael Schwitanski
Erste Erwähnung des Namens Schwitanski
Bei meiner Recherche nach dem Namen Schwitanski
fand die älteste Erwähnung des Namens
im Westpreußischen Kontributionskataster. In der im Internet
veröffentlichten Namenliste des
Westpreußischen
Kontributionskatasters von 1772/73
ist auf der Seite 718 des Mikrofilms Nr 6038 der folgend Name
verzeichnet.
Schwitanski,
Andr. Altmark Amt Christburg
Einen Bezug zu meiner Familie deren Ahnen ich durch Nachweise in den
Kirchenbüchern fand, konnte ich bisher noch nicht nachweisen.
Herkunft Ostpreussen
Die Herschaft über das Land der Ostpreussen hat im Laufe der
Jahrhunderte mehrfach gewechselt - die Menschen sind geblieben. Leider
mit Einschränkungen, denn Kriege um politsche Herrschaft,
Weltanschauung und Glaubensfragen zwangen die Menschen vielfach
unfreiwillig ihre Heimat zu verlassen. Zuletzt während und
nach dem
zweiten Weltkrieg gleich millionenfach.
Oftmals waren es aber auch
soziale und wirtschaftliche Gründe wie Armut und
Abhängigkeit von
Großgrundbesitzern die schon früh viele Menschen
zwang ihre alte Heimat
zu verlassen. Über die Seehäfen von Danzig , vor
allem aber Bremen und
Hamburg, verließen die Menschen zu tausenden die deutschen
Länder.
Besonders von Amerika versprachen sich die meist aus der
Landbevölkerung stammenden Auswanderer ein besseres, freies
Leben mit
genügend Landbesitz für eine eigene
unabhängige Versorgung.
Selbst die mehrwöchige erschwerliche Seereise mit dem
Segelschiff nahm
man in Kauf. Das wenige Ersparte reichte meist gerade für die
Reisekosten der Überfahrt, so das in der neuen Heimat nur
wenig Geld
für einen Neubeginn zur Verfügung stand.
Doch nicht nur das Ausland war Ziel der Abwanderung, sondern auch die
neuen Zentren der Industriealisierung in Deutschland. Die
Städte des
heutigen Ruhrgebietes, das nahe Bergische Land und das Sauerland mit
der Eisenverarbeitenden Industrie und dem Bergbau, waren bevorzugte
neue Siedlungsgebiete. Die guten Verdienstmöglichkeiten
lockten viele
auch ungelernte Arbeitskräfte aus den ländlich
geprägten Gebieten
Deutschlands.
Unter meinen Vorfahren sind solche Ab- und Auswanderungen zu verfolgen.
Auch unsere Familie kam einst aus Ostpreußen. Die Eltern meine Vaters,
also meine Großeltern, stammen zwar aus Westfalen, deren
Vorfahren
waren jedoch aus Ostpreußen. Unter den Onkeln und Brüdern
dieser
Großeltern wiederum finden wir Auswanderer die in Amerika ihr
Glück
gesucht und gefunden haben. Diese Auswanderer haben offenbar viele
weitere Verwandte oder Nachbarn dazu veranlaßt ihnen zu
folgen und
ebenfalls nach Amerika auszuwandern. Dieses bezeugen ihre Namen und
Herkunftsorte in den Passagierlisten der Auswandererschiffe.
Ostpreußen - Heimat und
Ursprung der
Familie Schwitanski
Es waren die kleinen Orte in Ostpreußen genauer gesagt der
Ort
Frögenau, im Kreis Osterode, in dem ich die
vorläufigen Wurzeln der
Familie Schwitanski fand. Dieser Ort war wohl der Ausgangspunkt der
verschiedenen Linien der Familie Schwitanski.
Zum Namen, offenbar polnischen Ursprungs, möchte ich keine
Deutung
abgeben. Nur soviel ein "ki" am Ende eines polnischen Namens weist
nicht auf einen adeligen Ursprung hin.
Von Frögenau im Kreis Osterode in
Ostpreußen, machten sich die verschiedenen
Mitglieder der
Familie
in die nähere Umgebung auf, um auf den
Gutshöfen
in der
Landwirtschaft ihr Geld zu verdienen. So gründeten sie in den
Orten, Frögenau,
Haasenberg
und Elgenau
eigene Familien.
Von Frögenau nach Minnesota
Eine Spur von Auswanderern unter meinen Ahnen ließ sich nach
Minnesota in Amerika verfolgen. Nach meiner Recherche stellte gerade
Minnesota einen Schwerpunktziel der deutschen Einwanderer dar. Hier
sind besonders viele ehemalige deutsche Landsleute seßhaft
geworden.
Bei der Suche nach der Schwester meines Urgroßvaters
Louysa
Schwitanski
fand ich heraus, daß diese nach dem Tode ihres Ehemannes
mit ihren drei Kindern nach Minnesota in Amerika ausgewandert war. Die
Veröffentlichung eines Bildes von ihrem Grabstein durch Cathy
Jacobsen,
einer amerikanischen Ahnenforscherin, erfuhr ich von der Auswanderung
meiner Verwandten. Angaben von Name und Lebensdaten waren der letzte
Beweis. Ihre Kinder lebten unter dem Namen Glowatzki (amer. Glowatzke)
und gründeten in Carver, Carver County in Minnesota, eigene
Familien
mit vielen Kindern.
Wenn man die Bilder dieser Generation betrachtet erscheint es einem
unfassbar dass diese Männer kurze Zeit später
auf auf den Schlachtfeldern
der Weltkriege in Europa gegebenenfalls auf ihre Verwandten getroffen
sind, ohne es zu wissen.
Allein aus dem kleinen ostpreussischen Ort Frögenau mit seinen
123
Einwohnern sind mir mehrere Auswanderer aus der Verwandschaft bekannt
geworden.
Meine Großeltern: Schwitanski /
Bremeker
Die Eltern meines Vaters, Großvater Emil Schwitanski,
stammten
ursprünglich aus Frögenau in Ostpreußen. Bereits als
5 jähriges Kind
zog er mit seinem verwitw. Vater Johann und weiteren 9 Geschwistern in
das Sauerland nach
Hohenlimburg im Kreis Iserlohn. Hier fand der Vater Johann im
Stadtteil Oege Arbeit im Holzhandel.
Nach Schule und Ausbildung arbeitete Sohn Emil in der Metallindustrie
und in
Galvanikbetrieben. Bei der Einberufung zum Militärdienst
stellte man
eine berufsbedingte Bleivergiftung fest. Hierdurch wurde er nach
längerem Lazarettaufenthalt zum Sanitätsdienst bei
den 8. Husaren in
Paderborn ausgebildet. Am Weltkrieg nahm er somit nicht mehr teil.
Seine Frau Adele Bremeker,
entstammte einer Familie mit 8 Kindern und
war das älteste Kind. Ihr Vater war von Beruf Drahtzieher.
Emil Schwitanski und Adele Bremeker heirateten am 25.9.1908 in
Hohenlimburg. Aus der Ehe gingen ein Sohn Bernhard, ( mein Vater ) und
eine Tochter , Mimi, hervor.
Mein Vater , Bernhard Schwitanski (ab 1952 Schwitt), kam als geborener
Sauerländer durch den Dienst in der Bereitschaftspolizei nach
Wesel.
Die Bereitschaftspolizei wurde erstmals nach der Besetzung des
Rheinlandes durch Hitler in Wesel als alte Garnisonstadt stationiert.
In Wesel lernten sich meine Eltern Maria Mölder und Bernd
Schwitanski
kennen und heirateten katholisch. Ihr erster Sohn, wurde hier in Wesel
geboren und getauft. Der zweite Sohn wurde 1945 in Langschede im
Sauerland geboren. Als Schutz vor den alliierten Bombenangriffen
verbrachte meine Mutter hier die letzten Tage der Schwangerschaft. Ihr
Ehemann war zu dieser Zeit bereits in russischer Gefangenschaft. Er
kehrte 1948 heim. Im Jahre 1949 wurde ich dann als dritter Sohn in
Rhede, Westfalen geboren.