Bauteile für Detektorbau und Radiobasteln


Werkzeug  

Eine gewisser Bestand an Werkzeug sollte bei einem Radiobastler vorhanden sein. Dieses gilt für mechanische Arbeiten am Gehäuse und auch für Lötarbeiten bei der Verdrahtung. Ein Schlosserhammer 250gr, ein Körner, ein Satz Flach- und Rundfeilen, Metallsäge, Spiralbohrer, Schraubenzieher, Flachzange, Kombizange, Rundzange, Seitenschneider, Bleistift, Zirkel, Anschlagwinkel usw.
Letztlich entscheidet die Geschicklichkeit des Bastlers und nicht die Menge des Werkzeugs. Letzteres gilt besonders für Lötarbeiten. Es muß nicht die elektronisch temeraturgeregelte Lötstation sein. Ein einfacher Lötkolben reicht für das Radiobasteln.
Lötkolben
Beim Löten von Halbleiterbauelementen, wie zum Beispiel eine Diode,  ist besondere Vorsicht geboten. Eine Zange ist hierbei hilfreich um für die Diode schädliche Wärme abzuleiten. Zerstörung durch Überhitzung der Diode ist ein häufiger Anfängerfehler. Ein einfacher Ausweg ist, die Diode durch Klemmen zu kontaktieren. Hierbei erreicht man auch die leichte Auswechselbarkeit der Diode bei der Suche nach dem besten Exemplar.

Drehknöpfe


Drehknopf
großer Drehknopf 
Skala aus CD
Skala aus CD
Feintrieb am Drehko
angebauter Feintrieb
Gummifuss

Gerätefuss
Stecker, KabelschuheBananenstecker, Ringkabelschuhe

Lötösen


Feintrieb am Drehko
















Drehkondensator mit Feintrieb

Schöne Drehknöpfe sind wie ich finde immer seltener zu bekommen. Nostalgisch aussehende Drehknöpfe werden nicht mehr produziert und sind auch in den Internetauktionen immer schwieriger zu bekommen. Der Drehknopf sollte griffig sein und gut in der Hand liegen. Ausserdem sollte er noch gut aussehen b.z.w. gut zum Design des Gerätes passen. Einige Tips zu ausländischen Webadressen die noch geeignete Drehknöpfe oder Feintriebe für Selbstbaupojekte im Angebot haben sind auf meiner Linkseite aufgeführt.
Bei Drehknöpfen bevorzuge ich größere Knöpfe mit Durchmessern bis zu 6cm. letztlich ist die Wahl des Drehknopfes eine Sache des persönlichen Geschmacks.

Drehkondensatoren 

Der Drehkondensator ist über eine Achse von Hand einstellbare variable Kapazität. Dabei taucht der bewegliche Rotor mit seinem Plattenpaket in die Luftspalte zwischen die Platten des Statorpaketes. Das Bauformen von DrehkondensatorenStatorpaket ist isoliert vom Gehäuse oder Trägerrahmen des Drehkondensators montiert. Die Qualität eines Drehkondensators zeichnet sich durch seine Bauart und Verarbeitung aus. Gute Drehkondensatoren haben kugelgelagerte Antriebsachsen, Aluminiumplatten, statt einfacher Schleiffedern zur Kontaktübergabe, eine feste Feder die den Kontakt zum Rotor herstellt. Das Statorpaket ist über Keramikelemente gegen den Rahmen des Drehkondensators isoliert. Statt Aluminium kommen auch Messingbleche und versilberte Messingbleche als Platten zum Einsatz.
Die Abstände der Platten sagen etwas über die Spannungsfestigkeit aus. Diese ist wichtig, wenn der Drehkondensator in einem Sender betrieben wird. In Senderendstufen treten häufig hohe Spannungen auf die zum Überschlag im Drehkondensator führen können. Ein entsprechend hoher Abstand Die Abstände der Platten sagen etwas über die Spannungsfestigkeit aus. Diese ist wichtig, wenn der Drehkondensator in einem Sender betrieben wird. In Senderendstufen treten häufig hohe Spannungen auf die zum Überschlag im Drehkondensator führen können. Ein entsprechend hoher Abstand zwischen den Platten verhindert dieses.

Feintriebe

Zur trennscharfen Abstimmung über das ganze Band hinweg ist es notwendig den Drehkondensator zum Senderabgleich mit einem Feintrieb zu untersetzen. 1:6 oder 1:10 ist hier die richtige Wahl. Soche Feintriebe sind für 6mm Achsen von Drehkondensatoren im Handel erhältlich. Entweder besitzen sie bereits einen Achsstummel zur Montage des Drehknopfes oder man benutzt eine isolierte eine Verlängerungsachse. Solche Verlängerungen verhindern gleichzeitig die Einflußnahme von Handkapazität bei der Abstimmung. Eine andere Möglichkeit Handkapazität zu verhindert ist der Einsatz einer zwischengeschalteten Achsisolierung. Unter Handkapazität versteht man die Beeinflussung des Abstimmverhaltens bei Annäherung der Hand an den Drehknopf des Abstimmdrehkondensators. Meistens haben derartige Feintriebe eine Befestigungsmöglichkeit für runde Scheibenskalen.

Drehkondensatoren mit eingebautem Feintrieb

Die Kapazitätsänderung des Drehkondensators über den 180 Grad Schwenkweg des Rotors kann direkt über die Achse erfolgen oder Bauformen von Drehkondensatorenaber zur besseren Abstimmung über ein eingebautes Getriebe.

Für unsere Zwecke, dem Detektorempfängerbau, sind Drehkondensatoren ohne Getriebe vorzuziehen. In unserem Fall wird dann der Drehkondensator mit einem externen 1:6 Feintrieb (Untersetzung) versehen. Dies gestattet den Einsatz einer Rundskala mit entsprechender Skalierung. Die mit eingebauter Untersetzung versehen Drehkos lassen keine vernünftige Skaleneinteilung einer Rundskala zu, denn sie überlaufen jeweils die 360 Grad der Skala.
Neben dem Feintrieb läßt sich auch ein Seilrad mit Skala verwenden. Hierbei erfolgt der Antrieb über eine Reibachse mit dem Drehknopf über die das Seil geführt wird. Der Durchmesser des Seirades bestimmt dann die Übersetzung.

Drehkondensatoren werden gebaut mit Untersetzungsgetriebe, ohne Getriebe mit aufgesetztem Seilrad.
Drehkondensatoren für den Empfängerbau sind immer schwieriger zu beschaffen. Der Drehkondensator sollte je nach angestrebtem Empfangsbereich  eine Kapazität zum Beispiel für Mittelwelle 15-500pf besitzen. Solche Drehkondensatoren waren früher häufig in den meisten Röhrenradios zu finden. 


Rundskalen

Für Skalen in Verbindung mit Feintrieben als Untersetzung verwende ich CDs. Für kleinere Skalen Mini-CDs. Diese werden mit einer bedruckten 180Grad Skala versehen.
Diese Skala fertige ich auf meinem Computer mit einem Grafikprogramm an. Auf einer einseitig mit Klebefläche versehener Folie, kann die Skala auf Laser- oder Tintenstrahldrucker ausgedruckt und dann aufgeklebt werden.
Wird nun eine Zeigermarke an der Frontplatte angebracht, lassen sich dort die Skalenteilungen leicht ablesen. In Verbindung mit einem HF-Generator oder Messsender Läßt sich so auch eine gewisse Skaleneichung vornehmen. Abhängigkeiten von Antennlänge und Kapazität sind dabei jedoch zu berücksichtigen.

Spulenkörper

Geignetes und dabei preiswertes Material für Spulenkörper ist Polystyrol als Röhren oder Plattenmaterial. Auch alte CDs sind geeignet um z.B. Spinnennetzspulen herzustellen. Für deren Verwendung muss man jedoch vorher die metallischen Beläge abschleifen. Für Zylinderspulen kommen Elektroinstallations- oder für größere Durchmesser auch Abwasserrohr (HT-Rohr,grau) in Frage. Pappe ist auch möglich, aber nur zweite Wahl. Da Pappe Feuchtigkeit aufnimmt, sind die Hochfrequenzeigenschaften nicht stabil. Zur Spulenberechnung findet man auf meiner Linkseite einige Weblinks. Vorlagen für Spulenkörper zum Ausdrucken und zur Herstellung von Spinnennetzspulen sind ebenfalls auf meiner Spulenseite vorhanden.

Aus Schalenkernen hergestellte  Spulen sind ebenfalls gut geeignet und dabei sehr Platzsparend. Bisher habe ich noch keine eigenen Erfahrungen mit Spulen aus Schalenkernmaterial beim Bau von Detektorempfängern gemacht.
Detektorempfänger mit Schalenkernspulen finden sie Berthold Bosch und bei Ralf Siemieniec. Bei den Schalenkernmaterialien unterscheidet man zwischen speziellen für Hochfrequenz- oder für Niederfrequenzanwendungen geeignete Sintermaterialien. Die Hersteller geben hierzu technische Datenblätter heraus.

Anschlusselemente, Buchsen, Apparateklemmen oder Klemmschrauben 

Antenne, Erde und Kopfhörer müssen am Empfangsgerät angeschlossen werden. Es bleibt dem persönlichen Geschmack eines jeden Bastlers überlassen für welche Art der Anschlusstechnik er sich entscheidet.
Wichtig ist und bleibt guter elektrischer Kontakt und gute Handhabbarkeit. Ob man sich für Telefonbuchsen, Apparateklemmen oder für die von mir verwendeten Rändelmuttern entscheidet, wichtig ist gute Zugänglichkeit entweder seitlich oder frontseitig am Gerät.
Wenn man sich für die Klemmtechnik entschieden hat sollte mann seine Anschlussschnüre mit Ring- oder Gabelkabelschuhen versehen. Dies ermöglicht gutes kontaktieren und eine sichere Verbindung.  Ringkabelschuhe erhält man in verschiedenen Größen.

Gerätefüße

Zu den mechanischen Komponenten gehören auch soche Dinge wie Filzgleiter oder Gerätefüße aus Gummi. Sie verhindern Beschädigungen durch Kratzer auf Mutters Wohnzimmertisch und verleihen dem Gerät einen sicheren Stand.

Schaltdraht

Für die Verdrahtung des Gerätes soll man nicht zu dünnen Schaltdraht einsetzen. Gut geeignet sind verzinnte Drähte 0,6 bis 1,5mm. Sie besitzen eine gewisse Eigenstabilität und verursachen beim bewegen des Gerätes auch keine Störungen. An dickeren Drähten lassen sich leicht Ösen biegen die sich wiederum unter Schraubverbindungen klemmen lassen. Wichtig ist gute Lötbarkeit. dies ist bei kupferdraht oder verzinntem Kupferdraht eigentlich immer gegeben.
Verbindungen von der Spule zum Drehkondensator sollten möglichst mit der Spulenlitze ausgeführt werden. Dieses erhöht die Güte und verbessert Empfindlichkeit und Trennschärfe des Empfängers.

Schrauben, Mutter und Scheiben

In meinen Selbstbaugeräten verwende ich wenn möglich Messingschrauben, Muttern und auch Scheiben aus solchem Material. Der Vorteil: Messing rostet nicht und sieht gut aus. Für den Gerätebau reichen Schrauben und Muttern zwischen M2 und M3 völlig aus. Um den Fronttafeln mit ihren sichbaren Muttern ein gutes Aussehen zu verleihen habe ich hier Hutmuttern eingesetzt. Für Schrauben die elektrisch kontaktiert werden sollen, verwende ich Kabelschuhe. Hieran können dann auch Schaltdrähte angelötet werden.
Rändelmuttern aus Messing sind im Eisenwarenhandel oder beim Elektronikversandhandel erhältlich.