Kopfhörer selbstgebaut
Moderne Kopfhörer

Alter hochohmiger Kopfhörer (4000 Ohm)

Eigenbau Kopfhörer aus Gehörschutz

Hörkapsel aus dem Grubentelefon
Anpassung für Kopfhörer durch
Übertrager (Audiomodul)
Diese Hörer sind meist Hörer nach
dynamischem System
und ausgelegt auf entsprechend hohe
Ausgangsleistung.
Dieses System besteht aus einer Membran die mit einer Schwingspule fest
verbunden ist und in den Luftspalt eines Magneten eintacht. Das
Dauermagnetfeld des des magneten stößt sich bei
Durchfluß von Tonfrequenzwechselstrom in der Erregerspule in
Schwingung und erzeugt die Schallwellen über die Membran. Auch
Lautsprecher sind nach diesem Prinzip aufgebaut. Moderne
Kopfhörer
haben meist Impedanzen zwischen 16 und 32 Ohm.
Schwingankersysteme
oder auch
Sound Powered
Systeme
genannt, sind ähnlich aufgebaut. Jedoch wird statt der Spule
ein
Anker der mit der Membran verbunden ist erregt. Diese Systeme sind
empfindlicher und lautstärker bei schwachen
Tonfrequenzspannungen.
Hier in diesem
Forum finden sie weitere Bilder und Informationen
über solche Systeme.
Der richtige Kopfhörer
Als Kopfhörer für den
Detektorempfang eignen sich nur hochohmige, empfindliche
Kopfhörer
für niedrige Sprechwechselspannungen. Hörer wie sie
für Stereoanlagen moderner Prägung zum Einsatz
kommen, sind ungeeignet für unsere Zwecke. Sie haben
wie oben bereits beschrieben Impedanzen zwischen meistens 16 und 32
Ohm. Die
Ansprechempfindlichkeit ist auch bei optimaler Widerstandsanpassung
nicht geeignet kleine Signale wie sie ein Detektorempfänger
liefert, genügend lautstark zu Gehör zu bringen.
Am Anfang benutzte ich alte Kopfhörer mit 2000 oder 4000Ohm
wie sie früher zum Radio- oder Detektorempfang benutzt wurden.
Ein Quantensprung in Sachen Laustärke und Empfindlichkeit
erreichte ich erst mit meinem Eigenbau-Kopfhörer und der
notwendigen Anpassung. Erst jetzt wurden Signale, also schwache Sender,
hörbar die ich vorher nie gehört hatte.
Viele Detektorfreunde schwören auf die Verwendung der
sogenannten
soundpowered
Kopfhörer mit
Schwingankersystemen.
Sie zeichnen sich durch hohe
Wiedergabelautstärke bei kleinen Eingangssignalen aus.
Bei uns in Deutschland fanden diese Systeme wenig
Verbreitung.
Von der Anwendung her wurden diese Hörer in
Schiffsfernsprechern und auch sonst für militärische
Anwendungen hauptsächlich in Amerika benutzt. Ich
persönlich konnte noch keines dieser Systeme testen und daher
kann ich zu diesen Hörern aus persönlicher Erfahrung
nichts berichten.
In Deutschland fanden für
ähnliche Zwecke meist
dynamische
Systeme
mit besonders starken Dauermagneten Verwendung. Dieses
sind Hörer
die aus einem Dauermagneten bestehen in dessen Mitte eine Spule
eintaucht die mit der Membran des Hörers verbunden ist.
Schwingungen
der Menbran führen gleichermaßen dazu die Spule im
Magnetfeld zu
bewegen und dadurch in ihr eine Sprechwechselspannung zu
induzieren. Somit sind diese Systeme auch als Mikrofon zu benutzen.
Aus solchen dynamischen Systemen bestehen auch meine
Hörkapseln die
ich für den
Selbstbau
meines Kopfhörers verwendet
habe.
Es handelt sich dabei um Hörer aus
Grubentelefonen.
Aber auch als Schiffsfernsprecher fanden diese Systeme Verwendung. Die
Kapseln
können über zwei Drähte einfach miteinander
verbunden werden, und gestatten so, ohne Batterie oder
Verstärker eine gute, lautstarke Verständigung. Die
Hörkapsel dient gleichermaßen auch als Mikrofon. Die
erzeugte Sprechwechselspannung ist derart groß, dass mehrere
hundert Meter Leitung gut überwunden werden
können.
Ein optionaler, kleiner per Hand drehbarer Heulgenerator schaltet sich
bei
Betätigung auf die Leitung und ruft so den Gegnteilnehmer.
Teilweise ist der Heulgenerator im Handapparat oder meist im
Wandtelefongehäuse untergebracht.
Die richtige Anpassung
In meinen Kopfhörer, bestehend aus einem umfunktionierten
Gehörschutz, habe ich zwei solcher Kapseln eingebaut. Beide
Kapseln haben eine Impedanz von 300 Ohm und sind in Reihe
geschaltet. Mit seinen nunmehr 600 Ohm ist der Kopfhörer sehr
niederohmig und kann am Detektorempfänger so nicht verwendet
werden. Die richtige Anpassung kann man mit geeigneten
Niederfrequenzübertragern erreichen. Hierbei soll die
Oberspannungsseite des Übertragers möglichst
hochohmig sein um den Empfangskreis nicht zu belasten. Die
Unterspannungsseite (für den Hörer) soll der Impedanz
des zur Verwendung kommenden Kopfhörers entsprechen. Die
Eingangsseite des Audiomoduls hat eine Impedanz von eta 200KOhm und
belastet damit den Detektorkreis nur gering.
Netztrafo als Audioübertrager
Als Übertrager für unsere Zwecke lassen sich durchaus
preiswerte Kleintafos für Netzteile verwenden. Ich
verwende hierzu drei Kleintrafos (230V und 2mal 12V) mit
jeweils in Reihe geschalteten Primär und
Sekundärwicklungen. Ein Drehschalter gestattet die wahl
zwischen den Wicklungen für verschiedene Anpassungen. Diese
Methode beschreibt auch
Dick
Kleijer auf seiner Webseite.
Selbstverständlich sind fertig gekaufte
Anpassübertrager besser, aber für den Preis
und Aufwand genügen sie mir zur Zeit.
Das Audiomodul
Um meinen Kopfhörer flexibel an mehreren Empfängern
einsetzen zu können, benutze ich die oben beschriebene
Trafokombination zur Audioanpassung als separates Gerät.
Ähnliche Geräte setzen auch andere Detektorfreunde
für ihre Empfangszwecke ein, wie man auf den gelinkten
Webseiten vielfach sehen kann.