Der Bau von Spulen für Detektorempfänger
Spinnentzspule aus HF Litze
Schwingkreisverdrahtung mit Litze
Qualität der Spule
Die Qualität einer Spule drückt sich in ihrer
Güte aus. Die Güte einer Spule ist Abhängig
von dem verwendeten Material für Spulendraht und
Spulenkörper. Grundsätzlich gilt : Materialien mit
guten Hochfrequenzverhalten wie z. B. Keramik oder Polystyrol lassen
hohe Gütewerte erzielen. Zusammen mit dem richtigen
Spulendraht
sind dann Höchstwerte zu erreichen.
Der richtige Spulendraht ist Abhängig von der
gewählten
Frequenz. Für Kurzwellen eignen sich Voldrähte aus
Kupfer zum
Beispiel die Lack isolierten Kupferdrähte. Besser ist
besonders im
Ultrakurzwellenbereich, versilberter Kupferdraht. Für
Mittelwellen
und Langwellen sind umsponnenne Litzendrähte besonders
geeignet.
Diese Litzendrähte bestehen aus vielen dünnen
Einzeldrähten aus Kupfer die alle miteinander verseilt sind.
Hierbei können es bis zu 660 Einzeldrähte mit einem
Durchmesser von
0.04mm sein.
Eine solche
Litze
ist nicht nur für unsere Zwecke besonders gut geeignet,
sondern
auch sehr teuer. Ein Meter solcher Litze kann bis zu mehreren 3,50 Euro
kosten. Detektorbau ist kein billiges Hobby.
Für den Anfang kann mann aber auch einfacheres und damit
preiwerteres Material benutzen.
Um maximale Gütewerte zu erreichen verwende ich das mir Beste
zu
Verfügung stehende Material, in der Hoffnung, gute Werte zu
erreichen. Leider steht mir kein
Gütefaktormeßgerät zur
Verfügung um die
erzielten Werte zu überprüfen. Hier bin ich aber
bestimmt
nicht der einzige.
Bei der Berechnung einer Spule muß der Drahtsorte und dem
Durchmesser des Drahtes besonders Rechnung getragen werden. Abstand der
Windungen und die Gesamtlänge der Spule so wie der
Spulenkörperduchmesser sind ebenso wichtige Parameter der
Berechnung.
Spulenformen
Als Spulenform kommen Zylinderspulen, Wabenspulen oder
Spinnennetzspulen in Frage. Für den Kurzwellenbereich sind
allerdings Zylinderspulen die erste Wahl.
Wabenspulen sind schwieriger herstellbar und später schlechter
nachzuarbeiten, wenn es darum geht Windungen ab- oder aufzuwickeln.
Spinnennetzspulen sind hierfür bestens geeignet. Auch mehrere
Wicklungen sind möglich um das Band in zwei getrennte Bereiche
aufzuteilen.
Spulen die in Kammern gewickelt werden, die von hochfrquenztauglichem
Eisenkernen umgeben sind, den so genannten Schalenkernen, sind
ebenfalls für Empfangszwecke sehr gut geeignet. Sie
ermöglichen aufgrund ihrer geringen Größe
einen sehr
kompakten Aufbau des Empfängers. Diese Spulen wurden
für den
Detektorempfang mit Erfolg auch für Fernempfang eingesetzt.
Ich persönlich habe noch keine eigenen Erfahrungen mit diesen
Spulen gemacht.
Spulendraht
Wie bereits oben erwähnt ergibt sich aus dem
gewählten
Freuquenbereich die bevorzugte Drahtsorte und meist auch die Spulenform.
Begonnen habe ich mit Spulen aus isoliertem Volldraht 0,8mm, auf einen
Spinnennetzspulenkörper gewickelt.
Bessere Ergebnisse besonders für die Empfindlichkeit und
Trennschärfe erreichte ich aber mit Spulen aus Litzendraht.
Hierbei verwendete ich bisher nur Draht aus 35 Einzellitzen zu 0,02mm.
Ein Kompromiß zwischen Qualität und Preis.
Wann immer mein Geldbeutel es hergibt werde ich es mit teurer 660er
Litze versuchen. Viele Einzeldrähte heißt hier viele
Eurocents. Der Preis für einen Meter dieser 660er Litze liegt
etwa bei 3,50 €. .
Windungszahlen für Spulen
Um die richtigen Windungszahlen für
seinen Detektorempfänger zu wählen, kann man sich an
den Vorgaben von
Bauvorschlägen orientieren, oder aber man benutzt die im Web
verfügbaren Spulenrechner. Wie oben bereits beschrieben sind
dabei
Spulenform und Durchmesser, sowie die gewählte Drahtsorte
und
Durchmesser entscheident für die Spule.
Verbindung Spule und Drehkondensator (Schwingkreis)
Die Empfehlung für die Verdrahtung zwischen Spule und
Drehkondensator lautet: wenn möglich die Enden der Spulen mit
ihrer Litze so lang lassen das sie am Drehkondensator
angelötet
werden können. Dieses ist besser als eine Verbindung
über
verzinnten Kupferdraht herzustellen. Gütemessungen einiger
Detektorfreunde haben dieses ergeben. Also auch hier maximale
Güte
durch Verarbeitung hochfrequenztauglicher Litze.
Auswechselbare Spulen
Um einfacher probieren zu können welche Spule die
gewünschten
Bedingungen im Empfänger erfüllt, ist es sinnvoll die
Spule
austauschbar zu gestalten. Hierbei kann der Spulenkörper mit
Steckerstiften versehen werden um einen einfachen Wechsel vornehmen zu
können.
Spulen mit Abgriffen
Für den Anfang kann man einfach Spulen mit Abgriffen bei
verschiedenen Windungszahlen herstellen. So kann man sich an die
richtige Windungszahl und das Erreichte Band herantasten. Generell sagt
man den Spulen mit vielen Anzapfungen allerdings schlechte
Gütewerte nach.
Kontraspulen
Um das Mittelwellenband in zwei Bereiche aufzuteilen, die dann wiederum
trennschärfer mit dem Drehkondensator abgestimmt werden
können und auch das ganze Band überstreichen, kann
man auch
Kontaspulen verwenden. Diese Spulen beschreibt
Dave Schmarder
ausführlich auf einer seiner Webseiten. Ich habe noch keine
Erfahrungen mit der Verwendung von Kontraspulen.
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